Der Loop von Khoun Kham nach Takhek by bicycle

Wow! Was für ein wunderbarer Tag!

 

Die Natur zeigt sich von einer ihrer schönsten Seiten! Immer wieder halte ich an, staune und versuche ein wenig davon mit dem Fotoapparat einzufangen. Ob mir das gelungen ist?

 

Einen Tag später passiert es...

 

Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das, denke ich. Was ich insgeheim befürchtet habe, tritt ein.

 

Mein Sattel löst sich unter mir in Wohlgefallen auf.

 

Am Ende meines dreitägigen Loops, ich kann einfach nicht genug von den Bergen Laos´ bekommen, macht es bei einem kurzen Stopp am Straßenrand "kling" und die Verstellschraube, die für die Spannung meines Brooks Ledersattels verantwortlich ist, verabschiedet hatte sich ins nähere Umland.

 

Die Oberflächenspannung ist dahin und ich darf die 120 km bis Savannakeht, mehr oder weniger auf dem Sattelgestänge sitzend, radeln.

 

Das Gute daran: zusammen mit den  Speichen und der Bremsanlage wollte ich den Sattel ebenfalls vor meiner Reise ersetzen lassen. Meine Nachgiebigkeit alleine ist schuld daran, daß ich Volltrottel nicht darauf bestanden habe. Selber schuld. Aber das wird sich ändern. Ab jetzt nehme ich das selbst in die Hand.

 

 

Der Loop durch die Bergwelt Khammouans war den Aufwand wert.

 

Ich habe ihn in Khoun Kham begonnen und bin entgegen dem empfohlenen Uhrzeigersinn über Lak Xao zwischen den Naturschutzgebieten Nakai-Nam Theun und Phou Hin Boun hindurch in drei Tagen nach Thakhek geradelt.

 

Tolle Ausblicke, ein wunderbarer Stausee nebst tausenden von abgestorbenen Bäumen darin und herrliche Stellen an denen ich campiert habe, waren meine Belohnung.

 

 

In Savannakhet angekommen, genieße ich erst mal bei einem kühlen Bier den Sonnenuntergang über dem Mekong. Mit Blick auf Thailand reflektiere ich die letzten acht Tage. Mehr als eine Woche habe ich nur gezeltet und nicht geduscht.

 

Aber es war eine tolle Erfahrung und hat mich richtig auf den Geschmack gebracht. Ein weiterer Schritt Richtung Freiheit und Natur.

 

Zwei Nächte bleibe ich Savannakhet. Duschen, Wäsche waschen lassen, Sattel kaufen, leckere Speisen auf dem Nachtmarkt genießen und einfach ausruhen. Herrlich. Doch ich will weiter. Meinen Geburtstag auf den 4.000 Inseln im Mekong feiern.

 

 

Ich ahne was kommt und fahre weiter auf der alten, losen Satteldecke bis sie mir fast um die Ohren fliegt.

 

Dann ersetze ich den alten Brooks Ledersattel durch den Giant Plastiksattel. Das Drama nimmt seinen Lauf.

 

 

Heilfroh, wieder zwei Tage nicht im Sattel sitzen zu müssen, steige ich am Mekong vom Fahrrad und setze nach Don Dhet über. Bis zuletzt habe ich keine Unterkunft gebucht. Doch mir kommt ein weibliches Radlerpärchen aus USA und Deutschland auf der Straße entgegen und deren Guesthouse-Empfehlung erweist sich als Glücksgriff. Tolles Essen, selbst angesetzten Lao Lao Schnaps, nette Leute und eine herrlich entspannte Atmosphäre begeistern mich an meinem Geburtstag und die Tage danach.

 

Don Dhet wird definitiv eine der Destinationen, wo ich nächstes Jahr mehrere Tage verbringen werde.

 

 

Am 13. Februar läuft mein Laos Visa aus. Es sind noch zwanzig Kilometer bis zur Grenze. Ich setze mich wieder auf den unbequemen Sattel und trete in die Pedale.

 

Nach zwei Einreisen, mehr als 2.000 km Strecke und mehr als 23.000 Höhenmetern heißt es für dieses Mal endgültig Abschied nehmen von diesem wunderbaren Land und seinen freundlichen aber zurückhaltenden Menschen.

 

Sabaidee bis zum nächsten Mal! Ich komme wieder;-)

 

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