Die letzten Tage...

...ist einiges passiert:

  • Ich habe in angenehmen zwei Tagen die ca. 180 km von Halong Bay bis Ninh Binh geschafft
  • In Ninh Binh konnte ich zwei Tage lang sehr gut arbeiten
  • Gestern ist Mike aus Hanoi eingetroffen
  • Die recht kostspielige Untersuchung hat lediglich eine Rippenprellung ergeben
  • Heute sind wir bei meist strömendem Regen 90 km von Ninh Binh bis Dai Dong gefahren
  • Die nächsten Tage soll es weiter regnen und die Temperaturen unter 20 Grad fallen, was uns nicht daran hindern wird, weiter in Richtung Berge zu fahren.

 

Aber selbst an solchen Tagen kann man noch neues lernen. Zum Beispiel, wie Ananas angebaut wird bzw. wächst. Ich dachte immer die hängen irgendwie an Palmen, so wie Kokosnüsse. Scheißele, Frau Eisele...wie der Schwabe sagt!

Da habe ich echt Bauklötze gestaunt.

 

Außerdem durfte ich heute Abend feststellen, dass gefälschte Packtaschen aus China mit der Aufschrift NorthFace, die es letztes Jahr preiswert in Pokhara (Nepal) zu kaufen gab, nicht wasserdicht sind. Das große gelbe Teil wird also mit dem Rückflug seine letzte Reise antreten. Da hat der Schwabe an der falschen Stelle gespart. Lektion gelernt.

 

 

Sehr gefallen tun mir die vielen Radlerinnen, die man hier in Vietnam überall antrifft. Es gibt praktisch nichts, was nicht mit dem Fahrrad transportiert wird. Außerdem ist das gesund und schont die Umwelt und die Ressourcen. Ganz zu schweigen vom nicht vorhandenen Stress. Gemütlich quietschend werden die Stahlesel oft breitbeinig mit der Ferse pedalierend Meter für Meter vorwärts bewegt.

 

 

Und was fällt uns bei allen fünf Bildern auf? Richtig!

 

Alle sechs Vietnamesinnen (!) tragen die klassische Kopfbedeckung.

Wohlgemerkt Frauen!

 

Hindert aber die intelligentesten Schafe unter den männlichen Touristen nicht daran, sich genau so eine Kopfbedeckung zu kaufen und damit spazieren zu fahren. Peinlicher geht´s nimmer...

 

Am meisten beeindruckt aber hat mich eine andere Dame, genauer gesagt Lady.

 

Fenja Scarisbrick-Jones.

 

Außergewöhnliche Menschen haben außergewöhnliche Namen;-)

 

Dabei hatte ich sie zunächst übersehen, als sie mir auf der anderen Straßenseite entgegen kam. Aber selbst ist die Frau, dachte sie sich wohl, hat auf der Stelle gewendet und die Verfolgung aufgenommen. Das Ergebnis war ein wunderbarer Straßenplausch, in der ich mir vorkam, als würde ich mich selbst interviewen.

 

Fenja, 30 Jahre alt, ist letzten Juni alleine in London gestartet, nachdem sie zuvor ihr Reiserad selbst mit Hilfe von Youtube Videos zusammen gebaut hat. Der Grund dafür? Sie wollte sich selbst befähigen unterwegs ihr Reiserad reparieren zu können. Sogar das Vorderrad hat sie selbst eingespeicht!

 

Der Grund für ihren Trip? Sie hatte etwas Geld übrig und fand es irgendwie langweilig, sich irgend etwas dafür zu kaufen. Da kam ihr die Idee nach China zu radeln, obwohl sie nie zuvor so etwas gemacht hatte. Jedenfalls hat sie es auf dem Landweg bis nach Pakistan geschafft und ist dann ein Stück geflogen. Ihr ganzes Abenteuer könnt ihr hier nachlesen:

 

www.mafensway.com

 

Absolut lesenswert. Die Lady macht sich Gedanken über die Welt!

 

Auf die Frage, wie es ihr denn jetzt nach sieben Monaten auf der Straße gefällt, kam die für mich nicht überraschende Antwort:

 

"i don´t wanna go home".

 

Ja, wen das Reiseradfieber mal gepackt hat, den lässt es nicht mehr los.

 

So viel Freiheit, so wenig Gepäck, so viele unterschiedliche Länder, Landschaften, Kulturen, Erlebnisse, Abenteuer, so wenig Kosten, so viel Spaß!

 

So unbeschwert, so friedlich und streßfrei zu leben, ist einfach großartig!

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