Nong Khiaw - Muang Khua with bike by boat

Der heutige Tag im Schnelldurchgang:

 

03:50 Uhr - Aufgewacht

 

04:20 Uhr - Aufgestanden

 

bis ca. 7 Uhr Blog geschrieben und Packtaschen gepackt

 

Danach zufällig auf dem Morgenmarkt gelandet und die Chance genutzt, meinen Vorrat an frischen Chillies aufzufüllen. Die trockenen Exemplare - das Sackerl für 50 Cent - die ich vorgestern gekauft habe, reißen mich nicht vom Hocker. Und wenn man sich schon auf dem Markt befindet, dann probiert man auch verschiedene, in siedendem Öl frittierte Teigtaschen. Die vegetarische Variante hat mich schließlich überzeugt. Sechs Exemplare davon dürfen mit auf die heutige Reise.

 

 

Anschließend trinke ich meinen obligatorischen Lao-Coffee bei unserer Lieblings-Lao-Mutti. Die Frau hat eine Ausstrahlung! Immer ruhig und sanft lächelnd...herrlich! Passend dazu kocht sie eine göttliche Suppe und bereitet mir jeden Tag das dickste und leckerste Omelett, das ich je in meinem Leben gegessen habe. Nong-Khiaw gehört damit aus meiner Sicht zu den Orten, an denen ich alleine wegen des Essens ein paar Tage länger bleiben würde. Ebenso wie Mae Sariang, Dawei (Myanmar) und natürlich Chiang Mai.

 

 

Zurück an unseren Bungalows, kommt mir Mike entgegen. Auweia, denke ich, der sieht aber nicht gut aus. Wir gehen noch mal zu Lao-Mutti und frühstücken richtig. Mike bestellt die Suppe, ich das Omelett. Anschließend gönnen wir uns noch ein Nickerchen. Wir sind wegen unseres Bootes erst um 11 Uhr verabredet.

 

Gegen 10 Uhr, als wir uns von Balkon zu Balkon unterhalten, äußert Mike mir gegenüber seine großen Zweifel bezüglich seines Gesundheitszustandes und wie es für ihn weiter gehen soll. Kurz vor 10 Uhr 30 überzeuge ich ihn davon, daß es eigentlich nur zwei Möglichkeiten gibt: Zurück nach Belgien oder weiter mit dem Boot und schauen wie sich die Dinge entwickeln. Ich kann ihn tatsächlich überzeugen. Wir brechen gemeinsam auf.

 

Kamphone, den wir vor zwei Tagen bei der Geburtsfeier kennen gelernt haben, trifft wie verabredet Punkt 11 Uhr vor seinem Laden ein. Nachdem ich ihn zwei Minuten vorher angerufen habe ;-). Noch sind wir skeptisch, ob alles klappt wie besprochen. Da wir keinen gesteigerten Wert darauf legen, gemeinsam mit Backpackern in einem Boot zu sitzen, haben wir uns dazu entschlossen, lieber 15 Euro mehr zu bezahlen, genügend Platz und unsere Ruhe zu haben.

 

Ich weiß, das Thema zieht sich ein bißchen wie ein roter Faden durch meine Berichte, aber erst gestern hatten wir wieder ein junges französisches Pärchen in der Hütte neben uns, die doch tatsächlich das Feilschen angefangen haben, weil ihnen 8 Euro 50 zu viel war. Für zwei Personen wohlgemerkt.

 

Aber dann mit dem "erfeilschten" Geld sämtliche Pseudo-Instant-Abenteuer buchen. An Stahlseilen durch den Dschungel gleiten, an Gummibändern von Brücken hopsen, in johlenden Horden auf Floß irgendeinen Bach hinuntereiern und gefühlte 394 Höhlen "erforschen". Wobei jedes einzelne dieser vorgefertigten "Adventures" zwei- bis dreimal soviel kostet, wie ein anständiges Zimmer mit Dusche und sauberem Bett.

 

Nein, wir als Reiseradler fühlen uns nicht als etwas Besseres. Wir sind nur anders.

 

Die Schwierigkeit des Tages besteht für uns darin, unsere Drahtesel und unser Gepäck zunächst über ein supersteile Treppe bis zu einer Bambusleiter zu transportieren. Anschließend balancieren wir uns und unsere Ausrüstung über eine schlammige Uferböschung ins Boot.

 

Und ja, der eine oder andere wird es geahnt haben, ich schieße mal wieder den Vogel ab. In weiser Voraussicht der sich anbahnenden Katastrophe ziehe ich meine Wanderstiefel und Socken aus, machen meine ersten Schritte auf das Ufer und versinke sofort mit beiden Beinen bis zum Knie im Schlamm. Sieht besonders gut aus, wenn man eine beigefarbene Hose trägt. Die beiden Laoten biegen sich vor Lachen.

 

 

Der Rest ist schnell erzählt. Schaut einfach die Bilder an. Wobei ich ehrlicherweise schreiben muß, daß meine Erwartungen (deswegen sollte man keine haben ;-)) nicht ganz erfüllt wurden.

 

 

Die ersten zwei Stunden war wirklich klasse, danach war es nicht mehr ganz so prickelnd. 

 

 

Am Ende des Tages kam die Sonne noch durch und wir hatten einen wunderbaren Anlegeplatz, an dem wir ganz einfach unsere Bikes und unser Gepäck entladen konnten. Mike geht es besser, wir denken, die Ablenkung war genau das richtige für ihn. Frei nach dem Motto:

 

"Move your ass and your brain will follow!"

 

 

Und so sieht unser Programm morgen aus:

 

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