11 Tage Vipassana-Meditation, die mich verändert haben

Links abbiegen - denke ich - doch nirgendwo ist ein entsprechendes Hinweisschild zu sehen. Auf den mehr als 330 km Anfahrt von Bangkok bis hierher war das erste Hinweisschild gut 130 km vorher angebracht, gefolgt von einem weiteren Wegweiser, 38 km vor dem Meditationszentrum und dann gerade noch eines an der letzten Abfahrt, keine 200 Meter vorher. Nur jetzt, wo es links rein geht, da entdecke ich keinen weiteren Hinweis.

 

Widerstrebend fahre ich an den Essensständen vorbei, die hier links am Straßenrand, gegenüber der kleinen Wasserfälle aufgestellt sind und mit leckeren Speisen zum Rasten einladen. Suchend schaue ich mich um. Nichts. Kein Hinweis. Doch was ist das da, gut 100 Meter weiter die Straße entlang?

Ein U-Turn-Schild. Will heißen: ich bin an der Abzweigung bereits vorbei und da wo ich vermutet hatte, dort sollte ich abbiegen. Alles wird gut.

 

Uiiiiii, gleich nachdem ich in die Seitenstraße gefahren bin, geht es steil abwärts. Das gibt die erste Herausforderung in 10 Tagen, denke ich und genieße jetzt bergab die Geschwindigkeit. Vorbei an ärmlichen Hütten, mehreren kleinen Geschäften und wenigen Garküchen, geht es immer weiter in den Dschungel. Links scheint ein buddhistisches Kloster zu sein, doch ich finde keinen weiteren Hinweis auf das Vipassana-Meditation Center, das ich mir zum Ziel gesetzt hatte.

 

Warum?

 

Weil mir vor acht Jahren, auf meiner ersten großen Radreisetour, von Stuttgart zum Mount Everest (www.tibetblume.com), in Samarkand (Uzbekistan), ein junger Türke davon erzählt hatte, wie toll er ein zehntägiges Schweigeretreat in Kathmandu (Nepal) empfunden hatte.

 

Das hatte ich all die Jahre nicht vergessen. Irgend etwas in mir sagte mir seit acht Jahren: "das musst Du machen!". Immer wieder war etwas dazwischen gekommen - oder anders formuliert: der Samen war noch nicht gereift.

 

Mitte Juli hatte ich mich von Deutschland aus für einen freien Platz beworben, Anfang August, nachdem ich nochmals nachgefragt hatte, hatte ich endlich die Zusage bekommen.

 

Und nun war ich zu früh dran. Das Tor war noch zu.

 

Nochmal lecker essen, denke ich, wer weiß, was es da zu drinnen im Zentrum die nächsten zehn Tage zu knabbern gibt...

 

Also drehe ich wieder um und rolle die Dorfstraße runter bis an die Ecke, wo ich kurz zuvor noch ein Tüte frische Ananas verköstigt hatte.

 

Rechts geht es Richtung Hauptstraße. Links werden tote Tierteile gegrillt, viel mehr ist hier an der Straße essenstechnisch nicht mehr geboten. Vor einem kleinen Gemischtwarenladen steht ein großer, massiver Holztisch im Schatten.

 

Das ist es! Ich muß noch ein paar Mails beantworten und meine Abwesenheitsnotizen einstellen. Aus dem Kühlschrank hole ich mir eine Sojamilch, setze mich damit an den Tisch und beginne zu arbeiten.

 

Nach gefühlten dreißig Minuten tritt der Besitzer des Ladens lächelnd an meinen Tisch, stellt mir eine kleine, eisgekühlte Flasche Wasser hin und legt einen großen Bund Bananen dazu. Mit einladender Geste bittet er mich zuzugreifen.

 

Ohne Worte.

 

Ich nehme das Wasser, zwei Bananen und bedanke mich überschwänglich.

 

Nachdem ich alle organisatorischen Vorbereitungen getroffen habe, ist es an der Zeit, zurück zum Meditationszentrum zu radeln.

 

Diesmal ist das Tor offen.

 

Ein letzter kleiner, steiler Weg und ich stehe mitten im Geschehen. Links geht es zur Anmeldung für FEMALES (Frauen), geradeaus, noch ein Stück weiter hoch, steht REGISTRATION MEN.

 

Ich bin angekommen.

 

 

Vor dem zweistöckigen Gebäude stelle ich mein Reiserad ab, gehe drei Stufen runter, ziehe meine Sandalen aus und betrete völlig verschwitzt den länglichen Raum, der uns die nächsten 11 Tage als Speisesaal dienen wird.

 

Ein kleiner, älterer Thai, mit einer weißen Wollmütze, scheint hier das Sagen zu haben. Nett lächelnd und in aller Ruhe kümmert er sich um die ersten thailändischen Ankömmlinge. Außer mir sehe ich keinen anderen Farang.

 

Es ist bereits nach 15 Uhr und die Registrierung der Teilnehmer ist offiziell bis 17 Uhr ausgeschrieben. Ich schaue Wollmütze bei seiner Arbeit zu, denn ich bin noch nicht an der Reihe. Wie will er die ganzen Teilnehmer in zwei Stunden aufnehmen, bei der Geschwindigkeit mit der er arbeitet?

 

Zwei Stunden später habe ich die erste Lektion gelernt:

 

 

"Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg."

 

(aus Japan)

 

Jede(r) muss bei der Registrierung all seine Habseligkeiten, mit Ausnahme der Dinge des persönlichen Bedarfs, abgeben und dafür unterzeichnen. Dann wird alles weggeschlossen. Selbst mein Rad bekommt ein warmes Plätzchen, gut versteckt hinter ein paar Schränken.

 

Folgende Dinge nehme ich mit auf mein Zimmer:

 

 

- 3 Trekkinghosen

- 3 kurze Trikots

- 2 Muscleshirts

- 1 Hüttenschlafsack aus Seide

- Zahnbürste

- Zahnpasta

- geruchloses Deo

- geruchlose Seife

- Nassrasierer

- Rasierklingen

- Rasierschaum (mit Menthol!)

- Moskitonetz

- Stirnlampe

- Lesebrille mit Etui und Putztuch

- Sandalen

- Zahnseide

- Waschmittelkonzentrat

- Handtücher

- Nagelscheren

- Wäscheklammern

- schwarzes Buff-Tuch

- Reise-Kopfkissen

 

 

Dann bekomme ich meinen Zimmerschlüssel, Nr. 104, ausgehändigt und werde zu meiner neuen Bleibe gebracht. Dazu verlassen wir den Essenssaal und gehen ein paar Stufen nach oben in die nächste Ebene. Noch zögere ich, ob ich meine Sandalen wieder anziehen soll, doch Wollmütze sagt mir auf englisch, daß ich die Sandalen die nächsten elf Tage nicht benötigen werde.

 

Das erste Mal in meinem Leben seit meiner Kindheit, werde ich mehr als eine Woche lang tatsächlich barfuß laufen. Eine unglaubliche Erfahrung. So einfach und angenehm, so bewusst und gesund. Lektion Zwei!

 

 

Mein neues Domizil befindet sich im gleichen Gebäude wie der Essenssaal, nur einen Stock höher. Als Wollmütze die Tür von Nr. 104 öffnet, muss ich innerlich grinsen. So hatte ich mir das vorgestellt. Ein Bett, daneben ein kleines Ablageregal mit zwei Ebenen, daneben ein Kleiderständer mit ca. 20 Kleiderbügeln. Ein verpackter Ventilator. Ein massiver Holzhocker und ein Meditationsgestell aus Metall mit Kissen und den dazu passenden Überzügen darauf.

 

Durch einen Kunststoffvorhang vom meinem "Lebensraum" getrennt, befinden sich ein Sitzklo mit Klobürste und Saugglocke zur Rohrverstopfung, ein Abfalleimer für das gebrauchte Toilettenpapier, ein Waschbecken nebst Spiegel, darunter ein Ablagebrett und rechts davon, durch eine nicht ganz raumhohe Wand separiert, die Dusche inklusive zwei Kunststoffschüsseln zum Wäsche waschen.

 

Passt, denke ich und fühle mich sofort Zuhause.

 

 

Bis 17 Uhr richte ich mich gemütlich ein und begebe mich dann zurück in den Essenssaal. Noch dürfen wir miteinander reden. Als ich den Essenssaal betrete, sind fast alle anderen Teilnehmer schon da. Ich suche mir einen freien Platz in einer Ecke und schaue mich abwartend um. Die meisten der Anwesenden ca. 20 Männer sind Asiaten, wahrscheinlich Thais. Ich zähle inklusive mir selbst sechs Farangs.

 

Plötzlich entdecke ich auf dem Brett vor mir eine aufgeklebte Nummer und erkenne, dass ich am falschen Platz sitze. Ich stehe auf und werde ein paar Meter weiter fündig. 104. Jedes Zimmer hat einen dazugehörigen Essplatz. Meiner ist mit Blick in den Garten und auf die Meditationshalle. Die beiden großen Tische, auf denen in den nächsten Tagen das Essen und die Getränke aufgebaut werden, befinden sich direkt hinter mir. Das heißt, wir sitzen alle mit dem Rücken zu den Nahrungsmitteln. Jeder für sich. Jeder hat identisch ausreichend Platz zur Verfügung. Nur die Teilnehmer auf der anderen Längsseite des Raumes starren beim Essen gegen die Wand.

 

 

Als alle Meditierwilligen versammelt sind, werden wir der Reihe nach aufgerufen und dann gemeinsam in die kleine Meditationshalle geführt, wo wir ein Video zu sehen bekommen, mit dem wir auf die bevorstehende Zeit nochmals gemeinsam vorbereitet werden. Danach geht es zur Teepause.

 

 

Bereits bei diesem ersten kargen Mahl bemerke ich die Gier bei dem einen oder anderen. Spätestens beim Essen scheinen Menschen sich manchmal wie Tiere zu verhalten. Die Blicke scheinen es zu verraten. Wie im Supermarkt vor einem Feiertag.

 

Ich erinnere mich an ein Buch und entschließe mich spontan zu praktizieren was ich dort gelesen habe.

 

Jeden Bissen fünfzig mal kauen. Ist gut für die Verdauung. Ist gut für die Geschmacksnerven (was esse ich eigentlich gerade?). Ist gut für die Achtsamkeit (was tue ich eigentlich gerade? Ich esse.)

 

Dabei schaue ich auf einen wunderschönen Strauch, der sich keine 4 Meter vor mir auf Kopfhöhe im Garten präsentiert. Bei jeder Mahlzeit ruht mein Blick dort auf einer Spinne, die jedes Mal, wenn ich Sie mit meinen Blicken finde, regungslos in ihrem Netz sitzt und wartet.

 

 

An jedem Platz finden wir eine Stofftasche vor, in der sich folgende Essutensilien befinden:

 

- ein Menüteller aus Blech

- ein asiatischer Löffel aus Blech

- eine Blechgabel

- ein Blechlöffel

- eine kleine Kunststoffschale

- eine größere Kunststoffschale

- eine Porzellantasse

- ein Geschirrspültuch zum Abtrocknen des Geschirrs

 

 

An diesem ersten Abend gibt es asiatische Suppe mit Pilzen und Reis. Das Buffet hinter mir ist dicht umringt von einem großen Teil der anderen Teilnehmer. Ich habe das noch nie gemocht. Diesen "Ansturm". Ich meine, hat irgend jemand Angst zu verhungern oder befürchtet, dass am Ende nichts mehr zu essen da ist? Ich jedenfalls nicht.

 

Aus der Situation heraus entwickle ich ein Achtsamkeitsritual für mich. In aller Ruhe öffne ich die Stofftasche, entnehme das Essgeschirr und falte das Stückchen Stoff danach langsam zusammen. Dasselbe passiert mit dem Geschirrtuch. Beides staple ich dann übereinander in einer Ecke meines markierten Essbereichs. Darauf platziere ich den Menüteller aus Blech. Ich werde ihn nicht einmal benutzen.

 

Die ersten zwei Tage esse ich aus der großen Kunststoffschale, dann entscheide ich mich, dass die kleine Schale, einmal gefüllt, auch ausreichend ist.

 

Wir machen doch nichts anderes als meditieren, schlafen und essen. Wozu muss ich mir da den Magen vollschlagen?

 

Achtsamkeit und Genügsamkeit.

 

Wir werden die ganze Zeit über vegan bekocht. Ein Traum. Lecker und wunderbar verdaulich. Bedingt durch meine selbst auferlegten Achtsamkeitsrituale benötige ich für eine Mahlzeit gut 45 Minuten. Für eine kleine Schale Gemüse und eine kleine Portion Obst. Ich genieße die Zeit und merke, wie selbst beim Essen mein Geist immer mehr Ruhe findet.

 

Meist bin ich der Letzte, der sein Geschirr nimmt und es zur Abspülbatterie in einen Nebenraum bringt. Dort fällt mir die ganzen Tage über auf, wie viel Wasser und Spülmittel meine Spülnachbarn zumeist verwenden, um ihr Geschirr zu reinigen. Angewohnheit? Unachtsamkeit? Luxus? Ritual? Notwendigkeit???

 

 

Was dann die nächsten 11 Tage abläuft, ist weltweit Standard in den Vipassana-Meditationszentren. Durch Recherche habe ich dazu einen wunderbaren Bericht gefunden, in dem ein Journalist sein Schweigeretreat und all die Hintergründe dazu beschreibt. Da ich es nicht so gut beschreiben könnte wie er, habe ich seinen Bericht als Basis für meine Erlebnisse einfach nachfolgend verlinkt:

 

BERICHT

 

Unbedingt lesen!

 

 

Für mich selbst waren die herausragendsten Erkenntnisse bzw. Erlebnisse:

 

- der gigantischste Augenblick war am dritten oder vierten Tag gekommen, als wir vor uns hin schwitzend, nachmittags um halb drei, schweigend in der Halle beim Meditieren waren und ich meinte mein Gehirn würde langsam zu köcheln beginnen. Ich konnte mich nicht konzentrieren und wünschte mir so sehr eine Abkühlung, da wir noch geschätzt eine halbe Stunde vor uns hatten.

Da hörte ich plötzlich ganz leise und weit in der Ferne ein Geräusch. Rings um uns herum. Das Geräusch schwoll ganz langsam und regelmäßig an. Wurde lauter. Kam von allen Seiten und nährte meine Hoffnung, die immer mehr zur Gewissheit wurde, bis der Gewitterregen unsere Halle erreicht hatte.

Es war UNBESCHREIBLICH.

Die Intensität, die Lautstärke, der Moment, der kühlende Effekt.

Wie ein Wunder.

In diesem Moment habe ich Annica = "Alles ist vergänglich und nichts von ewigem Bestand" endgültig verinnerlicht.

 

- ebenfalls am dritten oder vierten Tag hatte ich beim Meditieren das Gefühl, etwas in mir würde in einer immer schneller aufstrebenden Spirale nach oben steigen und ich wurde mit jedem Augenblick immer euphorischer

 

- Schweigen ist absolut GOLD! Ich habe es geliebt und genossen, 10 Tage schweigen zu dürfen. Nur ab und zu, bei entsprechender Notwendigkeit, habe ich mit Wollmütze oder seinem Gehilfen sprechen müssen. Als wir wieder sprechen durften, habe ich mich erst mal auf mein Zimmer verzogen. Im Gegensatz zu den meisten anderen, die es nicht abwarten konnten, wieder quasseln zu dürfen, hatte ich echt keine Lust mehr überhaupt zu sprechen. Wozu auch? Alles wurde schon gesagt. Alles.

 

- nach ein paar Tagen, in einer Pause, als ich draußen vor der Meditationshalle in den Dschungel schaute, hatte ich plötzlich das Gefühl zu wissen, wie sich endloser Frieden auf der Welt anfühlt und dass er möglich wäre.

 

- es war absolut beeindruckend zu sehen und zu fühlen, wie dreißig Menschen ohne Blickkontakt und ohne miteinander zu sprechen, gegenseitig Rücksicht genommen haben, das Ego beiseite gelegt haben (nicht alle und nicht immer) und dadurch für ein unheimlich harmonisches Miteinander gesorgt haben.

 

- während der zehn Tage hatte ich, inspiriert durch eine Geschichte Goenka´s, plötzlich das Gefühl, ich müsse nie mehr Alkohol trinken. Seitdem sind drei Wochen vergangen. Bis jetzt hat sich an dem Gefühl nichts geändert. Gestern Abend meldete sich mein Geist mit der Idee "ein eiskaltes Bier?". Doch ich antwortete mir selbst: "damit alles wieder von vorne beginnt?".

 

- Langsamkeit. Langsamkeit. Langsamkeit. Wir haben alle Zeit der Welt. Zumindest in diesem, jetzigen Augenblick. Gestern ist vorbei und morgen ist ungewiss.

 

- ich habe keine Zeit? Ich habe genau diesen Augenblick.

 

- man wird nicht abgelenkt, sondern man lässt sich ablenken. Alles beginnt in unserem Geist. Hass, Wut, Neid, Gier, Eifersucht. Es gibt keinen Grund für diese Dinge. Unser Geist konstruiert sie.

 

- vegane Ernährung ist super, lecker und prima für den ganzen Verdauungsapparat.

 

- bewusst kauen und essen besiegt die (oftmals unbewusste) Gier. Weniger ist Mehr.

 

- frisch zubereitetes Essen anstatt vorgekochte und abgepackte Industrienahrung.

 

- Obst anstatt Industriezuckerprodukte. Der entscheidende Moment kam, als ich mir mal wieder fast die Finger dabei abgebrochen habe, eine einzelne kleine Waffel auszupacken. Wie bescheuert sind wir eigentlich, dass wir so etwas herstellen bzw. kaufen???

 

- in all den Tagen habe ich nicht ein einziges High-Tech-Werkzeug vermisst. Weder mein Smartphone, noch das Internet, noch mein MacBook. Nichts. Einfach überflüssig.

 

- genauso wenig habe ich irgendwelche Nachrichten vermisst. Als wir am Tage nach dem Schweigeretreat vom Tode des thailändischen Königs erfahren haben, haben wir nur "Annica" gesagt.

 

- einmal sprach Goenka im abendlichen Video über Schönheit. Schwarzes, seiden glänzendes Haar einer Frau. Frisch gewaschen. Schönheit. Ein Haar davon in Deiner Suppe. Was ist nun mit der Schönheit? Dieselbe Frau. Dasselbe Haar. Unser Geist macht was er will. Wenn wir ihn lassen.

 

- loslassen. Aufhören zu kämpfen. Natürlich im richtigen Kontext. Mit dem Rad den Berg hinauf ja. Aber wenn alle Zeichen auf Abbiegen stehen, dann nicht mit aller Gewalt und Geschwindigkeit gegen die Wand fahren. Es wird sich zeigen, wohin mich meine Wege als nächstes führen. Alles hat seine Zeit.

 

 

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

 

 

FAZIT:

 

Insgesamt kommt diese Lebensweise meinen Idealvorstellungen sehr nahe.

 

Achtsamkeit, Langsamkeit und Reduzierung in allen Bereichen wirkt sich auf mich sehr beruhigend und angenehm aus. Aber das meinte ich vorher schon zu wissen.

 

Nun habe ich Gewissheit.

 

 

Seit letzten Sonntag bin ich wieder auf dem Reiserad Richtung Nord-Thailand unterwegs. Dabei habe ich alte Fehler wiederholt und dadurch neue Menschen kennen gelernt. Ich meine aufmerksamer durch die Gegend zu radeln, schaue den Vögeln hinterher, freue mich über die Landschaft und das leckere Essen, fühle mich insgesamt gelassener.

 

Ich denke noch weniger zu benötigen. Von allem. Mit Ausnahme von neuen Horizonten.

 

Und ich versuche mich zu erinnern. An meine sechs Sinne. Wenn ich damit bewusst sehe, höre, rieche, schmecke, fühle oder empfinde - dann lebe ich den Augenblick.

 

Dann praktiziere ich Achtsamkeit.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Simone P. (Sonntag, 23 Oktober 2016 12:40)

    Hallo Dirk,
    zu deinem Gefühl, nie wieder Alkohol trinken zu müssen. Hast Du schon bemerkt:
    Die Sinne sind 100-fach geschärft. Man ist für alle Eindrücke empfänglich und alles wird intensiver.
    Ich merkte, dass alle Gefühle die ich jahrelang betäubt habe wunderschön sind. Ich lerne nicht nur, sie zuzulassen. Ich lerne , mit ihnen umzugehen und ein gesundes, zufriedenes Leben zu führen.
    Würde mich für dich freuen wenn Du diese Erfahrungen noch länger testen könntest. Es lohnt sich :-)

  • #2

    Stefan (Ostfildern) (Sonntag, 23 Oktober 2016 16:01)

    Dirk,
    Wollmütze isch gut..;-)))
    Toller Bericht!!!
    Gute "Fahrt" weiterhin.
    S. =)

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