Mein absoluter Lieblingsjob :-)

Als ich gestern mit meinem Mountainbike von Ostfildern nach Stuttgart zum Bahnhof geradelt bin, ist mir so richtig bewusst geworden, wie sehr ich mein jetziges Leben und meine Jobs liebe.

 

Welches davon mein Lieblings-Job ist und warum ich mich dafür so sehr begeistere, das will ich Euch heute in meinem Blogbeitrag erklären.

 

 

Bereits auf dem Weg zum Bahnhof fielen mir all die geschäftigen, durch Stuttgart eilenden Menschen auf, die selbst beim gehen nicht untätig waren und eifrig telefonierten. Oft mit einem kleinen Imbiss oder einem Kaffee-zum-gehen in der Hand.

 

Auf dem Bahnsteig und im Zug ähnliche Bilder. Männer mit geschniegelten Frisuren, grauen Anzügen, schwarzen Leder- oder Laptoptaschen, manche mit Kopfhörer in ihren Ohren, die mit ihrem Mobiltelefon verbunden waren.

 

Ich war auf dem Weg zu meiner Mutter, die ich ein halbes Jahr nicht gesehen hatte.

 

Abfahrt in Stuttgart war 17.58 Uhr, zwei Stunden später fuhren wir in den Münchner Hauptbahnhof ein. Links und rechts sah ich hell erleuchtete Bürogebäude, in denen noch eifrig gearbeitet wurde. Auf den Plätzen, neben und vor mir im Zug, dasselbe Bild. Selbst nach 20 Uhr schrieben viele noch an ihren Berichten, bearbeiteten irgendwelche Tabellen, telefonierten mit Kollegen oder Vorgesetzten.

 

Wann würden diese Menschen endlich daheim sein? Würden Ihre Kinder schon schlafen? Wieviele Worte würden sie mit ihrem Partner wechseln? Würden sie vor dem Fernseher einschlafen? Um wieviel Uhr würden sie ins Bett hinüber wechseln und wieviel Schlaf würden sie bekommen?

 

Eigentlich könnte mir das alles gleichgültig sein. Doch ich erkannte mich wieder. Vor Jahren war ich einer von ihnen gewesen. Dann hatte ich bewußt die Entscheidung getroffen, nicht sieben Tage die Woche vierundzwanzig Stunden, dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr für meinen Chef erreichbar zu sein.

 

Punkt siebzehn Uhr war spätestens Feierabend gewesen, am Wochenende arbeitete ich nicht eine Minute für die Firma. Warum auch? In meinem Arbeitsvertrag waren vierzig Stunden wöchentlich vereinbart worden. Zwischen mir und der Firma. Dafür bekam ich gutes Geld. Arbeitete ich mehr als vereinbart, sank mein Stundenlohn. Ist doch nicht schwierig die Rechnung - oder?

 

Und ich verstehe Verträge so, dass man sie abschließt, um sich daran zu halten. Dafür sind sie da. Aber es ist ein offenes Geheimnis, daß Arbeitsverträge von Firmenseite her nicht so eng gesehen werden. Mach mit oder geh. Modernes Sklaventum?

 

Jedenfalls bin ich froh, nun immer weniger Teil dieser Megamaschine zu sein.

 

 

Meine jetziges Leben und meine drei Lieblingsjobs Trailscout, Moutainbike-Fahrtechnik-Trainer und Mountainbike-Touren-Guide, mit denen ich von März bis September meinen Lebensunterhalt verdiene, führen mich selbst unter der Woche in die Berge oder Wälder. Dann bin ich dort, wo andere ihr Wochenende oder ihren Urlaub verbringen.

 

So wie gestern, als ich als Trailscout, meiner absoluten Lieblingstätigkeit im Chiemgau nachgehen konnte. Dabei habe ich ein paar Wege und Pfade unter meine Stollenreifen genommen, um zu schauen, wie lange wir im Juli auf unserer geführten 3-Tage-Tour "CHIEMGAU-TRAILS", für die einzelnen Abschnitte benötigen und wieviel Kilometer wir dabei zurücklegen werden.

 

 

Ebenso habe ich mir vorgestellt, ob einzelne, technisch anspruchsvolle Passagen für die Teilnehmer fahrbar sind und ich habe mir angeschaut, wie der Wald jetzt im Frühjahr aussieht.

 

 

Dabei habe ich natürlich auch mein eigenes, aktuelles Können ausprobiert, Äste und Bäume aus dem Weg geräumt, über Alternativrouten nachgedacht, neue Anstiege erkundet, den Vögeln gelauscht und wunderschöne Aussichtspunkte entdeckt.

 

 

Außerdem habe ich natürlich auch die eine oder andere Alm besucht, Öffnungszeiten recherchiert und Essen und Getränke probiert.

Dabei konnte oder mußte (wegen der Lautstärke) ich dem einen oder anderen Gespräch lauschen. Es ging mehr oder weniger nur um Immobilienkäufe, Autobesitz und nicht vorhandene Liebesbeziehungen. Hochinteressant ;-)

 

Also habe ich die Augen geschlossen und bin in der Sonne eingedöst. Einfach wunderbar!

 

 

Kurzum: ich war einfach glücklich mit dem was ich getan habe. Selbst ein platter Reifen und ein dabei aufziehendes Gewitter konnte meiner Freude keinen Abbruch tun. Ich war im Flow...

 

 

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Kommentare: 10
  • #1

    Olaf Fischer (Freitag, 15 April 2016 16:34)

    Hi Dirk, Du bist glücklich, hast Deinen Lebensweg gefunden. Das ist fantastisch. Aber ich glaube nicht, dass die ganze im Büro arbeitende Bevölkerung unglücklich ist. Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Jeder hat einen Grund, dass er lebt wie er lebt. Ob selbst gewählt oder durch andere Einflüsse bedingt. Und wie schön ist es für einen Bürotiger ;-) dann am Wochenede einen Kurs bei dir besuchen zu dürfen :-D
    In diesem Sinne hoffnetlich wieder bis bald auf dem bike!

  • #2

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