Im Terai Richtung Indien unterwegs

Mit meiner Ankunft in Bardipas vor 3 Tagen, habe ich nun auch das Terai, das Flachland Nepals erreicht. Kathmandu, von dort war ich gestartet, liegt in den sogenannten "Hills", das sind die "Hügel" bis ca. 2.000m und dann gibt es noch die "Mountains", das sind die großen Brocken wie Mount Everest, Lhotse; Nuptse, Makalu, Aam Dablam und wie sie alle heißen. Das bedeutet, wenn man Nepal auf der Landkarte anschaut, sieht man horizontal betrachtet von oben nach unten genau diese drei Regionen.

 

Das Hotel in Bardipas war zwar etwas teuerer, dafür war das Zimmer, das Beste, das ich bisher in Nepal hatte und das Personal ware sehr nett und professionell.

 

Alles Gründe einen Ruhetag einzulegen, nochmals einen Rückblick über Mustang zu schreiben (da kommt noch was, keine Angst!) zu essen und auszuruhen.

 

Und ehrlich gesagt, habe ich es nicht so richtig eilig nach Indien zu kommen. Ich werde das superscharfe Essen lieben, keine Frage, aber wie weit werde ich mich im Griff haben, wenn mich bei jedem Halt 50 Menschen angrabschen? Wir werden sehen...

 

Allerdings war ich auf´s Terai auch nicht so richtig scharf. Der erste Tag gestern, mit gut 70 Kilometern und knapp 80 Höhenmetern, hat mir aber überraschenderweise gut gefallen. Nachstehend ein paar Bilder dazu.

 


Als der Junge mit den Hühnern am Rad anhielt, hatte ich die Idee ihn zu fotografieren und tat es ja dann auch. Anschließend radelte ich hinter ihm her. Dabei sah ich genauer hin.


Ich meine Massentierhaltung bei uns im Westen, das ist einer der Gründe warum ich nur noch sehr selten "produziertes" mit Antibiotika vollgestopftes Fleisch esse. Hier laufe die Hühner noch sehr viel freier durch die Gegend. Doch was ich gestern gesehen habe, hat mich noch nachdenklicher gestimmt. Lebendig, mit offenen Augen hingen die Hühner kopfüber am Rad. Dann hörte ich immer wieder wie es am Hinterrad kurz ratterte. Ich schaute genauer hin. Eines der Hühner war zu nah am Rad befestigt, so daß der eine Flügel immer wieder in die Speichen geriet. Das Huhn selbst schien nur noch fassungslos in diese, unsere Welt zu schauen.


Ein anderes Huhn am Straßenrand war gerade gefangen worden und lag wie bei einer Polizefestnahme auf dem Bauch. Auf ihm sitzend sein Peiniger, ein Mensch.


Wie gehen wir mit der Natur um?

Wie behandeln wir Tiere?

Warum essen wir nicht unsere Hauskatzen, Hunde oder Pferde?


Sind wir "zivilisiert"?


"Die verrückte und kranke Welt des weißen Mannes"


Vieles ist töricht an eurer sogenannten ZIVILISATION. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören."

Tatanga Mani...

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