Mustang (Nepal) by Bike: Lete - Jomsom (Tag 4)

Mehr als 2.000 Höhenmeter, auf einer Distanz von knapp 70 Kilometern, habe ich die letzen dreieinhalb Tage auf übelstem Untergrund hinter mich gebracht, als ich gegen Mittag Jomsom erreiche.

 

Hier will ich mich mit meinem Guide treffen, der mit dem Bus von Kathmandu kommend, irgendwann hier eintreffen soll.

 

Am Morgen, als ich in Lete gestartet war, war es noch mächtig kalt gewesen. Zum ersten Mal waren meine langen Innenhandschuhe in Kombination mit langen Mountainbikehandschuhen zum Einsatz gekommen. Die letzten gut 25 km bis Jomsom machen Spaß, nur einmal nehme ich die vermeintliche Abkürzung durchs Dorf, um danach in verschiedenen Sackgassen zu landen.

Den ganzen Vormittag radel ich links am Flußbett des Kali Gandaki entlang, genieße die Aussicht und freue mich einfach, daß ich es bereits bis hierher geschafft habe.

Über Tukuche und Marpha erreiche ich am späten Vormittag den vereinbarten Treffpunkt und genieße zunächst einmal die hoch stehende Sonne.

Für die meisten Trekker ist hier der Großteil des Annapurna Treks entweder zu Ende, sie fliegen dann von hier aus nach Pokhara, oder es geht zu Fuß weiter auf der Piste, auf der ich mich hochgekämpft habe.


Der Annapurna Circuit verläuft gegen den Uhrzeigersinn um das Annapurnamassiv herum, ich bewege mich in die entgegengesetzte Richtung.


Danach heißt es Unterkunft suchen und beziehen, SIM-Kartenguthaben auffüllen, Dreckwäsche in die Hoteleigene Wäscherei geben und der Rest des Tages ist Ortbesichtigung angesagt.

 

Dabei gelingt es mir erneut, einen Checkpoint zu übersehen, der sich am Ortsausgang Richtung Kagbeni befindet.

 

Natürlich werde ich wieder dabei "erwischt". Der junge Beamte im Checkpoint ist entsprechend angesäuert. Doch als ich ihm auf seine Frage nach dem Permit eine Erklärung liefern will, unterbricht er mich ziemlich schnell, was mir wiederum nicht gefallen kann.

 

"Would you be so kind to listen to my whole story?" frage ich ihn.

 

Danach komme ich endlich mit meiner Geschichte zur Geltung. Ein kurzer Anruf bei Nakul und ich bekomme die Info, daß mein Guide erst morgen eintrifft und dann direkt nach Kagbeni kommen wird.

 

Der Checkpointbeamte sichert mir daraufhin zu, daß ich am nächsten Tag weiter nach Kagbeni radeln darf. Zuvor muß ich mich aber bei ihm abmelden und nach meiner Rückkehr aus Upper Mustang wieder anmelden. Persönlich und formfrei.

Man möchte nicht, daß ich verloren gehe.

 

Damit kann ich wunderbar leben.


Schnell lade ich noch ein paar Bücher aus dem Netz auf meinen TOLINO, denn die nächsten elf Tage wird es keine Internetverbindung auf dem Weg nach Lo Manthang geben.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    manne (Montag, 16 November 2015 14:43)

    dirk...dirk...dirk...

    ned das es mich was angehen würde...ABER.....das mit deiner blauen brille irritiert mich doch etwas... :-))

    alles gute weiterhin
    manne

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