Gib 3 x mehr als Du nimmst...

Wollte ich vor ein paar Tagen eigentlich mal wieder weiterradeln, sieht die Wirklichkeit aktuell anders aus. Doch es ist nicht so, daß sich nichts geändert hat, nein, ich bin aus meinem Luxuszimmer ausgezogen und wohne nun in der auf dem Foto gezeigten Bambushütte. Macht einen deutlichen Preisunterschied von 600 Baht und ist wie oft im Leben, viel beqeuemer, einfacher und romantischer.

Mein Körper hat sich sowohl innerlich wie äußerlich einer Veränderung unterzogen. Dort wo all die Wochen weiße Haut zu sehen war, bedingt durch Muskelshirts und lange Shorts, ist nach 5 Tagen Strandleben tiefe Bräune erkennbar. Innerlich merke ich, wie mir die asiatische Art des Lebens in vielen Bereichen deutlich angenehmer erscheint, als die westliche mit Stress, Hektik, Egoismus, Zeitdruck und vielen unzufriedenen Gesichtern. Doch auch hier ist nicht alles Gold was glänzt.

 

So habe ich versucht, deutsch-thailändische Unterstützung in Sachen Marketing und IT zu leisten - mit durchwachsenem Erfolg. Da man ja immer nur aus subjektiver Sicht Dinge betrachten kann, ist es für mich persönlich ein Phänom, zu sehen in welchen "Teufelskreisen" wir uns mit unserem Handeln bewegen. Wahrscheinlich weltweit, auf jeden Fall derzeit in Thailand, ist zu beobachten, daß Restaurants und Bars leer sind, der Fernseher mit Schwachsinnssoaps im Hintergrund läuft, während das Personal lethargisch im Lokal sitzt und auf Smartphones irgendwo in der virtuellen Welt unterwegs ist.

 

Das war einer meiner Punkte, als ich heute auf Nachfrage meiner Gastgeberin versucht habe zu erklären, was ich in ihrem Restaurant an Verbesserungspotential sehe. Mit dem Ergebnis, daß ich gerade vom Strand zurückkomme, der Fernseher schon wieder läuft und die Bedienung mir ein nicht eiskaltes Bier bringt. Gute Servicekräfte, die nicht nur ihren Job machen, sind halt überall gefragt, aber selten zu finden.


Fast die gesamte letzte Woche war ich am Meer und habe es ausgiebig genossen, abwechselnd meine Zeit im Wasser oder auf dem Grill zu verbringen. Es ist herrlich, sich flach auf den kleiner werdenden Bauch in die Dünung zu legen und zu warten, bis einen die nächste Welle an den Strand wirft und danach rückwärts wieder mit rauszieht. Das mache ich manchmal fast eine Stunde lang. Witzig sind auch die klitzekleinen Quallen, die man wie kleine, heiße Nadelstiche überall am Körper spürt. Mittlerweile habe ich herausgefunden, daß sie sich nur in einem ganz bestimmten Bereich des Wassers befinden. Liegt man also in der Dünung oder schwimmt über die Brandung raus ins offene Meer, dann ist alles wunderbar. Keine Quallen, nur herrlich grünblaues, klares Wasser. Doch irgendwann dürstet es dem menschlichen Hirn nach Abwechslung, nach neuen Herausforderungen.

 

So habe ich gestern ganz bewußt einen ganzen Arbeitstag investiert, um die internen Prozesse in meiner Mountainbike-Schule weiter zu optimieren. Am Ende des Tages war ich richtig stolz auf das, was ich realisiert habe und ich denke nun im Nachhinein, daß mir die Umgebung einfach die Ruhe und die Inspiration gegeben hat, um erfolgreich zu arbeiten. Wenn ich daran denke, daß das alles mit der DNX in Berlin letzten Oktober begann... Dort habe ich die Idee der Arbeitsweise von Digitalen Nomaden kennengelernt und gedacht, das könnte das Richtige für mich sein. Heute weiß ich, das ist das Leben, das ich wirklich führen möchte und werde.

 

Marcus Meurer, der die DNX ins Leben gerufen hat, schrieb vor kurzem:


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1. Geben und teilen!

Ich habe Menschen in dem Fischerdorf El Nido auf den Philippinen in Tansania, in Guatemala, Myanmar und anderen Regionen mit wenig Besitz getroffen.
Alle Menschen hatten eine Sache gemeinsam: Sie lächeln mehr, und teilen das wenige was sie haben auch noch mit dir.

Lesson learned: Teile dein Wissen mit anderen Menschen.
Sei eine Wissensbombe: Nur wenn Wissen und Erfahrungen geteilt werden hilft es anderen schneller zu wachsen und die gleichen Fehler nicht noch mal zu machen.
Sein Wissen ohne Gegenleistung offen zu teilen ist in Deutschland eher unpopulär.
Tust du es doch wirst du umso mehr positive Reaktionen bekommen.
Je mehr du ohne Gegenleistung gibst umso mehr bekommst du im Laufe der Zeit zurück.
Du und dein Business wachsen durch die Saat die du ausbringst.
Faustregel: Gib 3 x mehr als du nimmst.


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Wenn ich an meine mehr als zwanzig Jahre in der IT-Branche denke, dann war das meistens genau das Gegenteil. Nicht umsonst fühlte man sich wie im berühmten "Haifischbecken". Wissen wurde nicht weitergegeben, Intrigen und Mobbing gehörten oft zur Tagesordnung. Das hat nie meiner inneren, offenen Einstellung entsprochen. Jetzt kann sich jeder von Euch mal vorstellen, was das für die menschliche Psyche bedeutet, jeden Tag wissentlich in ein Becken mit Raubfischen zu steigen, in dem Bewußtsein heute killen sie mich. Klingt entspannt, oder?

 

Lebt und arbeitet man dagegen dort, wo man sich am liebsten aufhält, mit angenehmen Menschen um einen herum und versucht von denen zu lernen und umgekehrt, bei deren Entwicklung zu helfen, dann fühle ich mich zumindest mit mir im Einklang. In solch einer angenehmen Lebens- und Arbeitsumgebung kommen einem dann auch unendlich viele Ideen.

 


Worten folgen Taten. 


Morgen ist für Euch und mich ein besonderer Tag. Statt etwas zu bekommen, werde ich Euch etwas geben.

 

Wo? Hier: www.mtb-schule-schurwald/blog

 

Am 11. Februar 2015 ab 0 Uhr.

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